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Albumtipp: Primal Fear - "Metal Commando"
Hinzugefügt am: 30.07.2020 14:06

Primal Fear: Metal Commando

 

     
Artist:

Primal Fear

Primal Fear: Metal Commando
Album:

Metal Commando

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Nuclear Blast / Believe
Spieldauer: 56:58
Erschienen: 24.07.2020
Website: www.primalfear.de

 

Mit „Metal Commando“ betreiben PRIMAL FEAR Konsolidierung. Das neue Album der deutschen Power Metal-Konstante markiert eine Rückkehr zu Nuclear Blast, wo in der zweiten Hälfte alles für die Gruppe um Mat Sinner und Ralf Scheepers begann.

Die gut eine Stunde lange Platte entstand einmal mehr unter der verlässlichen Ägide von Bassist und Mitsänger Mat Sinner sowie Jacob Hansen, der das Material abmischte, doch Vielseitigkeit ist 2020 Trumpf – auch weil die international besetzte Gruppe zu ihrem Ur-Label Nuclear Blast zurückgekehrt ist. Insofern lässt sich die Rundum-glücklich-Ausrichtung ihrer aktuellen Musik als Geschenk an Geschäftspartner wie Fans gleichermaßen verstehen.

„Ich bin mit Superlativen sehr vorsichtig“, relativiert Sinner im Gespräch mit uns, „aber da jeder einzelne von uns über sich hinausgewachsen ist und wir sowohl mit dem Sound als auch mit dem Songmaterial hochzufrieden sind, kann und muss ich von einem Bombenalbum und möglicherweise unserem bis dato stärksten Material sprechen. Es ist die perfekte Mischung aus unseren Wurzeln und unserer gegenwärtigen Ausrichtung, in perfektem Einklang und ebenso perfekt von allen umgesetzt. Für mich ist „Metal Commando“ das richtige Album, zur richtigen Zeit!“

Vielseitigkeit ist 2020 Trumpf: Die erste Single ‚Along Came The Devil‘ steht für eine wiedergefundene Direktheit, die in den einzelnen Tracks hervorragend mit verhältnismäßigen „Überraschungen“ ausbalanciert wurde. So befindet sich in Form von ‚I Will Be Gone‘ eine verblüffend schlichte Ballade mit akustischem Fundament, Streichern und Flamenco-artiger Klassiker zwischen besonders zahlreich vertretenen Doublebass-Reißern, unter denen der Opener ‚I Am Alive‘, das nachgerade brutale ‚Afterlife‘ und das nahezu alles andere überstrahlende Glanzlicht ‚Halo‘ aufgrund ihrer sofort ins Ohr gehender Refrains erwähnenswert sind.

Mit dem abschließenden ‚Infinity‘, das sage und schreibe erst nach 13 Minuten im Ziel einläuft, betreten PRIMAL FEAR an ihren eigenen Maßstäben gemessen sogar völliges Neuland, wobei es sich jedoch nicht etwa um ein verkopftes Stück Prog handelt, sondern um einen zweigeteilten Stimmungsmacher mit ausladendem Instrumental-Mittelteil und halb symphonischem Ende, atmosphärisch eingeläutet und ausgefadet mit Glockengeläut sowie Donnergrollen. Frontmann Ralf Scheepers und Mat ergänzen sich vielleicht häufiger denn je als Sänger, sodass Halford-verdächtige Screams und jene kernig raue Intonation, die man von der Hauptband des Tieftöners kennt, ebenfalls ein vollkommenes Gleichgewicht bilden.

Somit bleibt die Band für Fans von zeitgemäßem Teutonen Metal eine sichere Wahl, ohne Innovationsbäume ausreißen zu müssen.

FAZIT: German Power Metal vom Feinsten!!

 

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