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Album der Woche: BACKYARD BABIES - "SILVER AND GOLD"
Hinzugefügt am: 18.03.2019 14:00

Backyard Babies - "Sliver And Gold"

VÖ: 1. März 2019 (Century Media)

Auch zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung von "Four By Four" dreht sich bei mir eher "Backyard Babies" im Player als das Comebackalbum der Schweden, das das Niveau des letzten Albums vor der Pause kaum erreichte. Diese Scharte wetzt "Sliver And Gold" teilweise wieder aus und quetscht sich qualitativ ziemlich genau zwischen besagte beide Platten.

Der Einstieg gelingt der Band auch direkt nach Maß: "Good Morning Midnight" und "Simple Being Sold" sind zwei coole, treibende Songs, die direkt ins Ohr gehen und den Bierdurst wecken. Davon findet sich auf der Scheibe noch mehr. Sei es die wunderbare Rock'n'Roll-Nummer "Showvin' Rocks", das mit einer orientalischen Hook versehene "Ragged Flag" oder "Bad Seeds", das mit ordentlich Livepotential ausgestattet ist. Das Album macht fast durchgehend Spaß und die Vorfreude auf den Sommer umso größer.

Unterbrochen wird der Hörgenuss lediglich vom Blue Öyster Cult-Rip-Off "Yes To All No". Klingt für meinen Geschmack zu sehr nach "Don't Fear The Reaper", und ich warte ständig darauf, dass einer "More Cowbell!" ruft.

Ebenfalls ein wenig aus dem Rahmen - dafür positiv - fällt das rockige "44 Undead". Der Song ist vermutlich prädestiniert für den US-Radiomarkt. Das gilt auch für den Titeltrack, der - eine Spur ruhiger und ohne den satten Punch von Drummer Peder Carlsson - fast von Tom Petty stammen könnte.

"A Day Late In My Dollar Shorts" dreht noch mal richtig auf, bevor "Laugh Now Cry Later" einen balladesken Schlusspunkt setzt - nicht ganz so geschmeidig wie "Saved By The Bell" anno 2008, dennoch eine schöne Nummer, die Mut macht und trotz der melancholischen Grundstimmung ein Lächeln ins Gesicht zaubert. "Silver And Gold" beweist: Abschreiben sollte man die Backyard Babies eben nie.

 

 

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